BODIL
1924 als "Patria" in Skagen auf der Werft Karstensen & Hinrichsen gebaut. Dies kann nicht mehr genau belegt werden,nachdem das Werftbüro mit allen alten Bauunterlagen abgebrannt war.
Als sogenannter Snurrevoden Kutter unter dem Fischereizeichen S.33 fischte Sie in den Fanggründen der Nordsee bis nach Island und weiter. Diese Kutter waren nicht nur hervorragende Segler sondern durch ihre eingebaute Maschine - damals etwas ganz neues - den anderen Kuttern gegenüber im großen Vorteil. So konnten Sie auch bei Flaute fahren, gegen den Wind und bei fast jedem Wetter in und aus den Häfen fahren. Den Spitznamen Haikutter oder Hajkutter, "Hajer" bekamen sie aus genau dem Grund: wie die Haie fischten sie alles weg, fuhren den anderen davon und konnten als erstes im Hafen ihren Fisch verkaufen.
1968 nach Hirtshals verkauft und mit dem Fischereizeichen HG 170 in Helle Dorrit umbenannt,
Belegt ist, dass sie bis Herbst 1987 unter dem Fischer Ole Sand als "Bodil Sand" vom Heimathafen Hirtshals aus gefischt hat.
Ursprünglich mit einem 1 Zylinder Skandia Lysekill Glühkopfmotor mit 70PS ausgerüstet wurde irgendwann in den 70ern ein großer Cummins 6 Zylinder eingebaut. Mit den größeren Maschinen wurden die Segel immer kleiner bis in den 80ern fast nur noch ein Stützsegel zur Stabilisierung bei großem Wellengang übrig blieb.
1988 wurde sie nach Søby zum abwracken verkauft und dort vom Voreigner entdeckt. Bei der nun folgenden Generalreparatur wurde das Fischereigeschirr und das Steuerhauses entfernt. Beim Rückbau des Schiffes in den Zustand um 1924 und Restaurierung zum Segler erfolgte unter weitgehender Orientierung am Vorbild von "Bellis" und einer alten Zeichnung von Torben Rasmussen.
| Typ | Haikutter |
| Takelung: | Ketch / Galeass |
| Baujahr: | 1924 |
| Werft: | Carstensen & Hinrichsen, Skagen, DK |
| Länge ü.D. / ü.A.: | 17,75 m / 24 m |
| Breite über Deck: | 4,70 m |
| Tiefgang: | 2,3 m |